Kurz-Check vorweg: Wenn du wissen willst, wie schlecht (oder gut) deine eigene WordPress-Seite gerade performt — hier ist ein kostenloser Speed-Check. Echte Lighthouse-Daten, direkt von Google, ohne Mail-Gate. 15 Sekunden.
Ich muss etwas gestehen: Ich habe in den letzten 20 Jahren hunderte WordPress-Seiten gebaut. Landingpages, Corporate-Auftritte, Blogs, WooCommerce-Shops, Mitgliederbereiche, Multi-Site-Netzwerke. Ich kenne den Loop, die Hooks, die Action Filters, die Datenbank-Struktur, die Custom Post Types, die Gutenberg-API. Ich hatte meine Lieblings-Plugins, meine eigenen Child-Themes, meine eingespielten Workflows.
Und trotzdem baue ich 2026 keine neuen WordPress-Seiten mehr.
Das ist keine Laune. Das ist keine Trend-Hopperei. Das ist eine Entscheidung, die ich mir schwer gemacht habe — und die für meine Kunden messbar besser ist. Hier ist die ehrliche Begründung.
Der Moment, in dem es für mich gekippt ist
Es war ein Dienstagmorgen. Eine Kundin ruft an: Ihre WordPress-Seite ist weiß. Komplett weiß. Kein Fehler, kein Warnhinweis, nichts. Der gefürchtete WSOD - White Screen Of Death. Ich logge mich per SSH ein, schau ins Error-Log. Ein Plugin-Update in der Nacht hat einen PHP-Fatal Error ausgelöst. Das Plugin selbst war nicht mal eins, das sie aktiv nutzt — aber irgendein Helper-Code darin hat einen Conflict mit einem anderen Plugin produziert, das sie vor drei Jahren installiert und seitdem vergessen hatte.
Ich habe 90 Minuten gebraucht, bis die Seite wieder lief. 90 Minuten, in denen ihre Google-Ads-Kampagne ins Leere lief. 90 Minuten, in denen ihre Konkurrenz gerankt hat.
Und auf dem Rückweg im Auto dachte ich: Warum mache ich das eigentlich noch?
Die harten Zahlen, die niemand gerne hört
Ich habe mir Anfang 2026 die letzten 15 WordPress-Projekte angeschaut, die ich oder mein Team betreut haben. Die Durchschnittswerte waren — um es freundlich zu sagen — ernüchternd:
- Durchschnittlicher Lighthouse Performance Score Mobile: 48
- Durchschnittliche Ladezeit bis zum ersten sinnvollen Inhalt: 3,8 Sekunden
- Durchschnittliche Anzahl aktiver Plugins: 21
- Durchschnittliche monatliche Wartungskosten (Agentur + Hosting + Plugin-Lizenzen): 112 €
- Durchschnittliche Zeit für das monatliche Update-Routineset: 45 Minuten pro Seite
Und das sind gepflegte Seiten. Die, die ich nicht betreue, sehen meistens schlimmer aus.
Zum Vergleich: Meine eigene Tobeworks-Seite, die du gerade liest, läuft auf Astro, ist statisch, und hat einen Lighthouse-Score von 99. Ladezeit: 0,4 Sekunden. Wartungskosten: 0 €. Plugins: 0. Updates im letzten Jahr: keine.
Das ist kein Zufall. Das ist Architektur.
Warum WordPress nicht schlecht ist — aber meistens das falsche Werkzeug
Ich will fair sein: WordPress ist ein brillantes Stück Software. Es hat das Web demokratisiert. Es gibt Millionen Menschen die Möglichkeit, ohne Entwickler eine Website zu betreiben. Dafür gebührt Matt Mullenweg Respekt.
Aber WordPress ist ein generalistisches Tool. Es muss alles können: Blog, Shop, Forum, Mitgliederbereich, Landing Page, Portfolio, Nachrichtenseite, Enzyklopädie. Dieser Anspruch bedeutet: Für deinen konkreten Anwendungsfall schleppt es 80 % Funktionalität mit sich herum, die du nicht brauchst — aber ausliefern, warten und absichern musst.
Für einen Handwerker mit 8 Unterseiten ist WordPress ungefähr so angemessen wie ein LKW für den Brötchenholen-Weg. Es funktioniert. Aber es ist absurd.
Was ich stattdessen baue — und warum
Seit Mitte 2024 baue ich statische Seiten mit Astro. Warum Astro und nicht Next.js, Gatsby oder Eleventy? Weil Astro genau das tut, was ich will:
- Es liefert HTML aus, nicht ein 500 KB JavaScript-Bundle, das erst noch rendern muss.
- Es ist komponenten-basiert, sodass ich sauber strukturiert arbeiten kann wie in React oder Vue.
- Es unterstützt alle Frontend-Frameworks — ich kann eine Vue-Komponente und eine React-Komponente im selben Projekt mischen, wenn ich will.
- Es hat Zero-JS-by-default — Interaktivität wird nur dort geladen, wo sie wirklich gebraucht wird.
- Es hat eingebaute Bildoptimierung, Markdown-Content-Collections, Typisierung — die ganze Toolchain, die ich in WordPress mit 7 Plugins zusammenstückeln müsste.
Das Ergebnis ist eine Entwicklererfahrung, die sich modern anfühlt — und ein Endprodukt, das sich für Besucher schnell anfühlt. Das ist das, was am Ende zählt.
„Aber der Kunde will doch Inhalte selbst pflegen!”
Das ist das Argument, das ich am häufigsten höre — und das hat seine Berechtigung. Aber es ist 2026 nicht mehr zwingend ein Argument für WordPress.
Heute gibt es Headless CMS, die die Inhaltspflege genauso komfortabel machen wie WordPress — ohne die Nachteile. Ich arbeite meistens mit:
- Decap CMS (kostenlos, Git-basiert, Open Source)
- Sanity (sehr leistungsfähig, kostenlos bis zu einem gewissen Volumen)
- Storyblok (visuelles Editing, ideal für Marketing-Teams)
Der Content landet in Markdown-Dateien oder in einer Cloud-Datenbank — nicht in einer selbst gehosteten MySQL-DB, die gewartet werden muss. Und der Build-Prozess läuft automatisch nach jedem Inhalts-Update.
Ja, der Redakteur muss sich einmal umgewöhnen. Aber in jedem Projekt, in dem ich diesen Wechsel begleitet habe, war das Feedback nach zwei Wochen: „Warum haben wir nicht schon früher gewechselt?”
Wofür WordPress weiterhin Sinn ergibt
Ich will nicht pauschal schwarz malen. Es gibt konkrete Fälle, in denen WordPress 2026 noch die richtige Wahl ist:
- WooCommerce mit echter Warenwirtschaft und vielen Plugins, wenn du kein Budget für eine Shopify-Migration hast.
- Mitgliederbereiche mit komplexer Rollenlogik, bei denen MemberPress oder ähnliche Plugins genau das tun, was du brauchst.
- Multilingual-Seiten mit WPML, die schon tief integriert sind und wo ein Wechsel unverhältnismäßig wäre.
- Newsrooms mit mehreren Redakteuren, die an einen WordPress-Workflow gewöhnt sind und keinen Bedarf haben, sich neu zu orientieren.
Für alles andere — also: Corporate-Seiten, Handwerker-Websites, Kanzleien, Praxen, Landingpages, Portfolios, Blogs, Vereins-Seiten, Startup-Sites — ist eine statische Seite 2026 einfach die bessere Entscheidung. Schneller, sicherer, günstiger, wartungsfreier, umweltfreundlicher.
Was heißt das für dich, wenn du gerade eine WordPress-Seite hast?
Es heißt nicht, dass du Panik bekommen sollst. Deine Seite läuft ja vermutlich. Aber es heißt, dass du dir folgende Fragen stellen solltest:
- Wie schnell lädt meine Seite wirklich? (Test: PageSpeed Insights)
- Wie viele Plugins habe ich aktiv — und weiß ich von allen noch, wofür sie da sind?
- Was zahle ich im Jahr an Wartung, Hosting und Plugin-Lizenzen?
- Wann wurde das letzte Mal ein Backup wirklich getestet? (Nicht nur gemacht — getestet.)
- Wann hatte ich das letzte Mal Angst davor, ein Update auszuführen?
Wenn dich mindestens drei dieser Fragen nervös machen, ist es Zeit, über einen Wechsel nachzudenken.
Mein Angebot: WordPress-Escape
Genau für diesen Wechsel habe ich ein Festpreis-Paket geschnürt: WordPress-Escape. Ich migriere deine bestehende WordPress-Seite in 14 Tagen nach Astro. Mit Inhalten, Design, SEO-Redirects, optimierten Bildern und allem, was dazugehört.
- Escape Lite — 1.490 € für kleine Sites bis 10 Seiten
- Escape Pro — 3.490 € für Sites bis 30 Seiten mit Blog und Headless-CMS
- Escape Max — ab 5.900 € für größere, mehrsprachige oder individuelle Projekte
Alles mit Lighthouse 95+ Garantie. Wenn ich das nicht einhalten kann, kriegst du dein Geld zurück. Einfache Rechnung.
Und wenn du unsicher bist, ob sich das für dich rechnet: Schick mir einfach die URL deiner WordPress-Seite. Ich mache dir einen ehrlichen Kurz-Check, kostenlos, ohne E-Mail-Funnel, ohne Mailing-Liste, ohne „Gratis-PDF”. Einfach eine Einschätzung von einem Entwickler, der seit 20 Jahren sein Geld mit Websites verdient.
Das letzte Wort
Ich habe WordPress geliebt. Ich habe viel Geld damit verdient. Ich bin dankbar dafür. Aber Werkzeuge sind keine Ehepartner — man darf sich ändern, wenn ein besseres kommt. Und für die Mehrheit meiner Kunden ist Astro 2026 das bessere Werkzeug.
Wenn du das anders siehst: Schreib mir. Ich diskutiere gerne. Aber unterstelle mir bitte nicht, dass ich aus Mode-Gründen wechsle. Ich wechsle, weil ich keine Lust mehr habe, nachts bei weißen Bildschirmen ins Error-Log zu schauen — und weil meine Kunden eine schnellere, sicherere, günstigere Alternative verdient haben.
Das ist 2026. Zeit, endlich loszulassen.
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