Was kostet eine professionelle Website wirklich?

Tobe
Blog Veröffentlich am 02.05.26, Tobias Lorsbach

“Was kostet eine Website?” ist eine der häufigsten Fragen, die ich bekomme. Und die ehrliche Antwort lautet: irgendwo zwischen 0 und 50.000 Euro.

Das ist natürlich keine hilfreiche Aussage. Also lass mich aufdröseln, was sich hinter dieser Spanne verbirgt, und was für dein Unternehmen realistisch sinnvoll ist.


Der Baukasten: 0-50 €/Monat

Jimdo, Squarespace, Wix, Webflow, du kannst heute in einer Stunde eine Seite online haben, ohne einen Cent auszugeben oder eine Zeile Code zu schreiben.

Was bekommst du dafür? Eine funktionale Website, die grundlegende Anforderungen erfüllt. Für manche ist das genug. Ein Fotograf, der nur ein Online-Portfolio braucht. Ein Nebenprojekt, das erstmal nur “irgendwie online” sein soll.

Was du nicht bekommst: Geschwindigkeit. Individuelle Funktionen. Vollständige Kontrolle über SEO. Eine Seite, die sich von der Masse abhebt. Und meistens: die Möglichkeit, später sauber zu wachsen.

Das Problem mit Baukästen ist nicht, dass sie existieren. Das Problem ist, wenn Unternehmen die ernsthaft neue Kunden gewinnen wollen, dabei bleiben und sich dann wundern, warum die Seite nicht performt.


WordPress: 1.000-5.000 €

WordPress betreibt etwa 40% aller Websites weltweit. Für bestimmte Anwendungsfälle ist es nach wie vor eine vernünftige Wahl, besonders wenn regelmäßig Content veröffentlicht wird und ein Redaktionsteam dahintersteckt.

Ein ernsthaftes WordPress-Projekt von einem Entwickler oder einer Agentur kostet irgendwo zwischen 1.500 und 5.000 Euro, je nach Umfang. Was das beinhaltet: Theme-Anpassung (meistens ein gekauftes Theme als Basis), Plugin-Konfiguration, Inhaltsstruktur, grundlegendes SEO-Setup.

Was das oft nicht beinhaltet: wirklich individuelle Entwicklung. Meistens ist es Konfigurations-Arbeit, Einstellungen, Plugins stapeln, bestehende Templates anpassen. Das ist legitim, aber es hat eine Grenze.

WordPress hat auch echte Nachteile: Es ist von Haus aus langsam. Es braucht regelmäßige Updates (Themes, Plugins, Core), sonst wird es ein Sicherheitsrisiko. Und je mehr Plugins du hast, desto fragiler wird das Ganze.


Individuell entwickelte Website: 1.500-15.000 €

Hier beginnt der Unterschied zwischen “wir bauen etwas zusammen” und “wir konfigurieren etwas Bestehendes”.

Eine individuell entwickelte Website, zum Beispiel mit modernen Technologien wie Astro, Next.js oder ähnlichem, ist von Grund auf für deine Anforderungen gebaut. Kein Template als Basis. Kein Plugin-Wirrwarr. Nur das, was deine Seite braucht.

Was das bedeutet in der Praxis:

  • Geschwindigkeit: Ohne unnötigen Ballast lädt so eine Seite in unter einer Sekunde. Das schlägt sich direkt in Lighthouse-Scores nieder, und in besseren Google-Rankings.
  • Wartungsfreiheit: Keine 47 Plugins, die alle monatlich Updates brauchen. Keine Sicherheitslücken durch veraltete Third-Party-Software.
  • SEO von Anfang an: Saubere Code-Struktur, strukturierte Daten, schnelle Ladezeiten, alles Faktoren, die Google bewertet.
  • Individualität: Die Website sieht nicht aus wie ein Template. Sie sieht aus wie dein Unternehmen.

Der Preisrahmen hängt davon ab, was gebraucht wird: Eine hochwertige Landingpage beginnt bei etwa 1.000 Euro. Ein vollständiger Webauftritt mit 5-10 Seiten, individuellem Design und allem was dazugehört liegt zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Komplexere Projekte mit Buchungssystemen, Kundenportalen oder E-Commerce können deutlich mehr kosten.


Agentur-Paket: 5.000-50.000 €

Wenn du zu einer mittelgroßen Werbeagentur gehst, rechnest du mit Tagessätzen von 800-1.500 Euro. Ein Website-Projekt kostet dann schnell 10.000-25.000 Euro, manchmal mehr.

Das rechtfertigt sich, wenn du ein großes Unternehmen bist, ein komplexes Projekt hast, oder wenn du willst, dass sich ein Strategieteam, ein Art Director, ein Texter und ein Entwickler gemeinsam um dein Projekt kümmern.

Für viele kleine und mittlere Unternehmen ist das overkill. Du bezahlst für Strukturen und Prozesse, die für dein Projekt gar nicht nötig sind. Und meistens sitzt du am Ende doch wieder vor einem Entwickler, der das Ding baut, nur mit drei Meetings mehr in der Woche.


Was lohnt sich wann?

Keine universelle Antwort, aber eine Faustregel:

Baukasten macht Sinn, wenn:

  • Du ein echtes Nebenprojekt hast, das noch kein Geld verdient
  • Du nur ein Online-Portfolio für soziale Zwecke brauchst
  • Du sehr begrenztes Budget hast und weißt, dass das erstmal reicht

Individuell lohnt sich, wenn:

  • Dein Unternehmen Kunden über die Website gewinnen soll
  • Du lokal oder regional in Google gefunden werden willst
  • Du willst, dass die Seite dich von der Konkurrenz abhebt
  • Du langfristig eine stabile, wartungsarme Lösung willst
  • Deine aktuelle Website keine Anfragen bringt und du weißt, dass das Problem die Seite ist

Die versteckten Kosten

Ein Fehler den ich oft sehe: Man schaut nur auf den Kaufpreis, nicht auf die Gesamtkosten über Zeit.

Eine WordPress-Website für 2.000 Euro kann über drei Jahre mehr kosten als eine individuell entwickelte für 3.000 Euro, wenn man Wartung, Updates, Sicherheit, Performance-Optimierung und die verlorenen Kunden durch schlechte Rankings einrechnet.

Eine schlechte Website ist teurer als eine gute. Nur anders.


Meine Pakete

Falls du gerade genau überlegst, was du brauchst: Ich baue keine Lösungen von der Stange. Jedes Projekt bekommt das, was es wirklich braucht, nicht mehr, nicht weniger.

Mein Starter-Paket beginnt bei 999 Euro: eine saubere, schnelle Landingpage, fertig in 8 Werktagen.

Für vollständige Webauftritte mit individuellem Design, Texten und erweitertem SEO gibt es das Business-Paket ab 1.499 Euro.

Alle Preise und Details findest du auf der Website-Seite.

Oder einfach kurz Kontakt aufnehmen, kein Verkaufsgespräch, kein Druck. Ich schau mir deine aktuelle Situation an und sage ehrlich, was ich für sinnvoll halte.

Nächster Schritt

Bevor du ein Angebot anforderst: Rechne selbst.

Wer keine eigene Zahl im Kopf hat, zahlt was andere verlangen. Im Konfigurator siehst du in 2 Minuten, was realistisch ist, kein Gespräch, keine Verpflichtung.

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