Website-Baukasten oder Webentwickler? Was wirklich zu deinem Unternehmen passt

Tobe
Blog Veröffentlich am 05.05.26, Tobias Lorsbach

Wix oder Entwickler. Baukasten oder Profi. Diese Frage stellen sich Tausende von Unternehmern jedes Jahr – und die meisten treffen die Entscheidung aus dem Bauch heraus, ohne wirklich zu verstehen, was auf dem Spiel steht.

Ich bin Entwickler, also könnte man meinen, ich plädiere automatisch für einen Entwickler. Das stimmt nicht. Es gibt Situationen, in denen ein Baukasten völlig ausreicht. Und es gibt Situationen, in denen er dich aktiv Kunden kostet.

Lass mich das auseinandernehmen.


Was ein Baukasten gut kann

Baukästen wie Squarespace, Wix oder Jimdo sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Sie können:

  • In wenigen Stunden eine ordentlich aussehende Website aufbauen
  • Grundlegende SEO-Einstellungen abdecken
  • Kontaktformulare, Galerien und einfache Shop-Funktionen bereitstellen
  • Auch ohne technisches Wissen bedienbar sein

Für bestimmte Zwecke ist das vollkommen legitim. Ein kleiner Verein. Ein Fotograf mit Online-Portfolio. Ein Solopreneur der erstmal testet, ob eine Geschäftsidee funktioniert, bevor er investiert.

Der entscheidende Unterschied: In diesen Fällen ist die Website nicht der primäre Kanal für Neukundengewinnung.


Wo der Baukasten an seine Grenzen stößt

Sobald du willst, dass deine Website aktiv neue Kunden bringt – also über Google gefunden wird, Besucher überzeugt und Anfragen generiert – beginnen die Probleme.

Geschwindigkeit: Baukästen laden Scripts, Styles und Frameworks, die du nicht brauchst und nicht kontrollierst. Eine durchschnittliche Wix-Seite hat einen Lighthouse-Performance-Score von 40–60. Eine gut gebauete statische Website kommt auf 95+. Das ist kein akademischer Unterschied – Google bewertet Ladegeschwindigkeit als Rankingfaktor. Schnelle Seiten ranken besser. Langsame verlieren Besucher.

SEO-Kontrolle: Du kannst in jedem Baukasten einen Meta-Title und eine Meta-Description eingeben. Aber strukturierte Daten (Schema.org), saubere URL-Strukturen, Core Web Vitals, Canonical Tags – da wird es schnell eng. Für lokale Unternehmen, die in ihrer Region gefunden werden wollen, macht das einen echten Unterschied.

Individualität: Das klingt nach einem Design-Problem, ist aber keins. Wenn deine Website aussieht wie tausende andere Squarespace-Sites, signalisiert das Besuchern unbewusst: Hier wurde nichts Besonderes investiert. Der erste Eindruck zählt – und er zählt schon in der Google-Suche bei Bildern und Snippets.

Abhängigkeit: Du bist an die Plattform gebunden. Wenn Squarespace die Preise erhöht, Features ändert oder abschaltet – hast du kaum Optionen. Du hast keine eigene Infrastruktur, keine eigenen Daten, keine eigene Kontrolle.


Die versteckte Kostenfalle

Baukästen werden meistens als günstig wahrgenommen. Und der Einstiegspreis ist günstig.

Aber: Du zahlst monatlich. Über fünf Jahre summieren sich selbst 20 Euro/Monat auf 1.200 Euro – für eine Seite, die du nie wirklich besitzt. Dazu kommen Add-ons für E-Mail-Marketing, Shop-Funktionen, erweiterte Analyse-Tools.

Und dann ist da noch der Opportunitätskostenfaktor. Wenn deine Seite durch schlechtes Ranking, langsame Ladezeiten und fehlende Conversion-Optimierung jeden Monat 2–3 potenzielle Kunden verliert – wie teuer ist das dann wirklich?

Eine schlechte Website ist teurer als eine gute. Nur anders.


Wann ein Entwickler sich lohnt

Ein klares Ja für einen Profi macht Sinn, wenn:

Du regional oder lokal gefunden werden willst. Lokales SEO ist spielentscheidend für Handwerker, Dienstleister, Berater und alle anderen Unternehmen, die hauptsächlich regional arbeiten. Wer auf Seite 1 bei Google steht, gewinnt. Wer auf Seite 2 steht, ist unsichtbar. Ein Entwickler der weiß, was er tut, baut das von Anfang an richtig.

Deine Website aktiv Anfragen generieren soll. Das geht über “sieht gut aus” weit hinaus. Seitenstruktur, Texthierarchie, Call-to-Action-Platzierung, Ladezeiten – all das beeinflusst, ob Besucher zu Kunden werden. Das lässt sich im Baukasten kaum steuern.

Du dir langfristig keine Sorgen um Wartung, Sicherheit und Updates machen willst. Eine statisch gebaute Website ohne Plugin-Dschungel läuft einfach – ohne dass du jeden Monat irgendwas aktualisieren oder prüfen musst.

Du eine Website willst, die dein Unternehmen wirklich repräsentiert. Nicht wie ein Baukasten-Template aussieht, sondern wie du.


Und was ist mit WordPress?

WordPress ist weder Baukasten noch vollständig individuell – es liegt dazwischen.

Die ehrliche Einschätzung: Für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen ist WordPress 2026 zu komplex und zu pflegeintensiv. Es braucht regelmäßige Updates, ist anfällig für Sicherheitslücken wenn man nicht aufpasst, und wird durch Plugin-Stapelung oft langsam.

Es gibt Fälle wo WordPress sinnvoll ist: große Redaktionen, komplexe Shops, Websites mit vielen Autoren. Aber für einen Handwerksbetrieb, eine Kanzlei oder einen Berater der einfach eine gute Website braucht? Fast immer gibt es bessere Alternativen.


Die ehrliche Entscheidungshilfe

Hier drei Fragen, die dir helfen, die richtige Wahl zu treffen:

1. Wozu soll die Website hauptsächlich dienen?

  • Nur Visitenkarte/Referenz → Baukasten reicht oft
  • Neue Kunden gewinnen, in Google gefunden werden → Entwickler

2. Wie viel Zeit und Geld kannst du investieren?

  • Sehr wenig Budget, Zeit vorhanden → Baukasten testen, mit klarem Plan wann der Umstieg kommt
  • Investitionsbereitschaft vorhanden → direkt richtig bauen, Zeit und Geld sparen auf lange Sicht

3. Wie wichtig ist Individualität?

  • Branche mit viel Wettbewerb → differenziertes Auftreten wichtig → Profi
  • Nische mit wenig Konkurrenz → Baukasten als Einstieg denkbar

Die meisten Unternehmer, die zu mir kommen, haben vorher einen Baukasten ausprobiert oder eine günstige WordPress-Lösung gehabt. Und sie kommen nicht, weil das Design alt aussieht. Sie kommen, weil die Seite keine Ergebnisse liefert.

Das muss keine große Investition sein. Mein Starter-Paket beginnt bei 999 Euro – fertig in 8 Werktagen, keine monatlichen Kosten, sauber gebaut.

Wenn du nicht sicher bist, was für dich das Richtige ist: Schreib mir. Kein Verkaufsgespräch, kein Druck. Ich schau mir deine Situation an und sage ehrlich, was ich empfehle – auch wenn das bedeutet, dass ein Baukasten für dich gerade das Richtige ist.

Nächster Schritt

Bevor du ein Angebot anforderst: Rechne selbst.

Wer keine eigene Zahl im Kopf hat, zahlt was andere verlangen. Im Konfigurator siehst du in 2 Minuten, was realistisch ist – kein Gespräch, keine Verpflichtung.

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