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Claude Agent SDK, Subagents, Skills: Was ist eigentlich der Unterschied?

Claude Agent SDK, Subagents, Hooks, Skills, MCP: fünf Begriffe, die ständig durcheinandergeworfen werden. Was jedes davon tatsächlich ist, wie sie zusammenspielen, und worauf diese Unterhaltung hier technisch selbst läuft.

Tobe
BlogVeröffentlich am 25.08.26, Tobias Lorsbach

Falls du noch nicht sicher bist, was Claude Code überhaupt ist: dazu gibt’s die Grundlagen in Was ist eigentlich Claude Code?. Während du das hier liest, falls du selbst gerade mit Claude Code arbeitest: die Session, in der wir uns unterhalten, läuft technisch auf dem Claude Agent SDK. Kein Marketing-Satz, das steht wortwörtlich in der Systemumgebung von Claude Code selbst. Trotzdem werfen die meisten Erklärungen dazu Agent SDK, Subagents, Skills, Hooks und MCP wild durcheinander, als wären es fünf konkurrierende Features, aus denen man eins aussuchen muss. Sind sie nicht. Hier die Auflösung.

Claude Agent SDK: die Bibliothek unter der Haube

Claude Code, das Terminal-Tool, das du vielleicht täglich nutzt, ist eine fertige Anwendung. Der Agent SDK ist das, was diese Anwendung antreibt, als Bibliothek für Python und TypeScript, die du selbst in ein eigenes Programm einbaust. Gleicher Tool-Loop, gleiches Kontext-Management, gleiche Tool-Ausführung, nur eben nicht als fertige CLI, sondern als Baustein für dein eigenes Werkzeug.

Der Unterschied in einem Satz: Claude Code ist die fertige App, der Agent SDK ist der Motor daraus zum Selbereinbauen.

Ein minimales Python-Beispiel, ein Agent, der eine Datei auf Bugs prüft und sie selbstständig fixt:

import asyncio
from claude_agent_sdk import query, ClaudeAgentOptions, AssistantMessage

async def main():
    async for message in query(
        prompt="Prüfe utils.py auf Bugs, die zu Abstürzen führen, und behebe sie.",
        options=ClaudeAgentOptions(
            allowed_tools=["Read", "Edit", "Glob"],
            permission_mode="acceptEdits",
        ),
    ):
        if isinstance(message, AssistantMessage):
            for block in message.content:
                if hasattr(block, "text"):
                    print(block.text)

asyncio.run(main())

query() startet die Agentic Loop, prompt beschreibt die Aufgabe, options steuert, welche Tools ohne Rückfrage laufen dürfen. Der SDK übernimmt Orchestrierung, Tool-Ausführung und Kontext-Management, du konsumierst nur noch den Nachrichtenstrom, der dabei rauskommt.

Wann Agent SDK, wann einfach die CLI

Nicht jeder, der mit Claude arbeitet, braucht den SDK. Die Faustregel:

Situation Richtig ist
Interaktiv im Terminal arbeiten, Aufgaben ad hoc erledigen Claude Code CLI
Einen eigenen Agenten in eine bestehende Anwendung einbauen Agent SDK
Direkt die Anthropic-API ansprechen, Tool-Loop selbst bauen Client SDK (eine Ebene tiefer, mehr Aufwand)
Lang laufende Agenten ohne eigene Server-Infrastruktur betreiben Managed Agents (gehostet, Anthropic betreibt Sandbox und Session)

Für die allermeisten, die Claude für eigene Projekte automatisieren wollen, ohne selbst eine Infrastruktur drumherum zu bauen, ist die CLI mit Skills die richtige Wahl, nicht der SDK direkt. Der SDK lohnt sich, sobald Claude Teil eines eigenen Produkts werden soll, nicht nur ein Werkzeug in deiner eigenen Entwicklungsarbeit.

Die Bausteine, die es in beiden gibt

Das ist der Teil, der am meisten verwechselt wird: Skills, Subagents, Hooks und MCP sind keine Alternativen zueinander oder zur CLI. Es sind Fähigkeiten, die sowohl in Claude Code als auch in allem, was mit dem Agent SDK gebaut wird, gleichermaßen zur Verfügung stehen.

Skills. Eine Markdown-Datei mit Anweisungen, die bei Bedarf nachgeladen wird. Ausführlich erklärt in Claude Skills erklärt, das gilt hier unverändert.

Subagents. Eine komplett eigene Claude-Session mit eigenem Kontextfenster, gestartet über das Task-Tool. Sinnvoll, wenn Isolation oder Parallelität der Punkt ist, zum Beispiel wenn eine Recherche-Aufgabe den Hauptkontext nicht mit hundert Zwischenschritten vollmüllen soll. In dieser Session selbst ist das eines der verfügbaren Werkzeuge.

Hooks. Eigener Code, der an festen Punkten im Agent-Lebenszyklus automatisch mitläuft, bevor oder nachdem ein Tool aufgerufen wird. Damit lassen sich Regeln erzwingen, die kein Prompt zuverlässig genug durchsetzt, etwa “niemals ohne Bestätigung pushen”.

MCP. Der offene Standard, um externe Tools und Datenquellen anzubinden, Datenbanken, APIs, Browser. Separat vertieft in MCP: Die KI-Revolution mit Licht und Schatten.

Alle vier laden sich, egal ob per CLI oder per SDK, automatisch aus denselben Orten: .claude/ im Projekt, ~/.claude/ global. Der SDK ändert nicht, was verfügbar ist, nur wie du es ansteuerst.

Warum das mehr als Begriffsklärung ist

Der praktische Nutzen dieser Unterscheidung: Wer als Entwickler ein eigenes Produkt mit Claude im Kern bauen will, ohne Anthropics Terminal-Tool weiterzuverkaufen, baut nicht “eine Art Claude Code nach”. Der Agent SDK ist genau dafür gedacht, dieselbe, in Claude Code bereits ausgereifte Agent-Loop direkt zu nutzen, samt Skills, Subagents, Hooks und MCP, ohne das Rad neu zu erfinden. Nur eben eingebettet in die eigene Anwendung statt in ein Terminal-Fenster.

Wer nur eigene Workflows automatisieren will, ohne ein eigenes Produkt drumherum zu bauen, bleibt bei der CLI. Der SDK ist ein Upgrade für einen anderen Anwendungsfall, keine fortgeschrittenere Version derselben Aufgabe.

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